mobile

9. Jahr der Abteilungsgeschichte

Aus Schollys Archiv

 

Logischerweise sind nur Ereignisse im Bild aufgeführt, an denen ich beteiligt war. Die anderen Daten stammen aus dem Jahreskalender. Manchmal habe ich auch nicht fotografiert und bin einfach nur mitgetappt. Da ich aus meinem Tagebuch zitiere, sind halt oft auch sehr private Dinge angesprochen. Auch sind Fehler in der Grammatik  wahrscheinlich, (habe keinen Lektor) ich bitte darüber hinweg zusehen. Erwähnen sollte ich noch, dass die Bildqualität nicht immer so besonders ist, Dias und Papierbilder sind alle gescannt.

 

Ski und Wandern, das Jahr 1992

Wie schon 1991 habe ich auch in diesem Jahr geschwächelt. Wenig Information gibt es zu den Aktivitäten. Drei Ereignisse habe ich mal im Bild voran gestellt. Links oben die erste Wanderung, oben die Tagesradtour die vom Bildmaterial noch am ergiebigsten ist, und die Skifreizeit im November, linkes Bild. Dennoch war im Ski und Wanderjahr wieder viel los wie im folgenden Wanderkalender zu ersehen ist.

Wanderkalender, wie immer von Karl-Heinz Vogel erarbeitet

Eröffnen wir also das Wanderjahr im März, mit einer Wanderung im Taunus. Besonders warm scheint es nicht gewesen zu sein, sonst würde Horst seine Karin sicher nicht so lieb umarmen.

Im Juli bei der Tagesradtour muss es aber erbärmlich heiss gewesen sein. Abkühlung war ständig gefragt. Die Tour führte durch die rheinhessischen Dörfer nach Friesenheim und endete in Bretzenheim zum Grillen bei Bauer Arnold.

Sie sehen alle ziemlich erschöpft aus.

Meine Schwägerin Edith Antosch, hat es anscheinend besonders erwischt

Michael Müller

Horst Zey

Rarität, ein Bild von mir

Es war am 19. Juli ein richtig schöner Sommertag und ich denke, dass das auf den Bilden auch so rüberkommt. Das gemeinsame Erleben hat wieder großen Spaß gemacht.

Wieder fand eine Fahrt zur Friedenshütte statt, auch eine Vereinswanderung wurde angeboten, Skibasar und Funzeln sind ja schon Tradition. Der Bus in die Skifreizeit hatte in diesem Jahr viele Handballer aus der 1. Mannschaft an Bord. Schau’mer mal was das Tagebuch hergibt. Es ist etwas langatmig, hatte keine Lust zum Kürzen.

1992-11-22 Bericht Skifreizeit Hintertux, aus meinem Tagebuch.

22.11. 1992 Sonntag

Abfahrt 9.00 Uhr. Es hat 13 Grad plus, und es regnet. Ankunft 17.30 bei starkem Regen in Vorderlanersbach. 630 KM.

Im Ort liegt noch Schnee. Unser Hotel, der Tiroler Hof macht einen guten Eindruck. Das erste Abendessen mundet, nur wir hocken ein wenig dicht aufeinander.

Nach dem Essen sorgt Edgar Antosch für Stimmung. Sektkorkenspiel.

Peter Wagner

Evi und Dieter Kühnast-Krebühl

Armin

Doro Wagner

Annette und Kristin

Edgar, der Anstifter

Ich liste mal gleich die Mitfahrer auf so lange sie noch beisammen sind. (nicht in alphab. Reihenfolge.)

Ehepaar Dapper, Ehepaar Vogel, Ehepaar Scheidsteger, Ehepaar Schnarr, Ehepaar P. Müller, Ehepaar Sterzigk, Ehepaar Peter und Doro Wagner, Ehepaar Antosch, Ehepaar Dang, Ehepaar Kühnast- Krebühl, Ehepaar Robi und Heidi Müller, Ehepaar Laux, Ehepaar Schollmayer, 8 Oberhausener, Jochen und Kerstin, Michael Kappe, Christa Waldmann, Michael Rausch und Schwager Armin, Gerald Udolph, Andreas Schuff mit Annette, Chris Müller, Doris Pelletier, Evelyn Fischer und Horst May, Willi aus Nd.-Olm.

23.11. 1992 Montag

Frühstücksbuffet, sehr gut. Abfahrt um 9.00 Uhr. Zu spät, wie sich zeigt. So viel Betrieb auf dem Gletscher. Über 2 Stunden dauert es bis zur ersten Abfahrt. Allerdings ist das Wetter super. Auch der Schnee ist OK, bei 1 Grad plus auf fast 3000m. Viele Lifte sind nicht in Betrieb, warum, unbekannt.

Cilly und ich fahren in der Gruppe mit Willi und Kristin, Schnuffi und Annette, Edith und Edgar, Gerald und Evi. Erst um 14.00 Uhr machen wie eine kurze Pause. Danach noch einmal hinauf und hinunter. Bus- Abfahrt sollte wegen der Saunagänger um 15.30 sein. Aber bis die Letzten antrottelten, war es doch Vier. Robbi Müller ist mit seiner Familie im eigenen Auto angereist. 

Beim Abendessen gibt es wieder Sitzplatzprobleme. Zu wenige Plätze für zu viele Leute. Aber irgendwie ging es dann doch. Technisches Problem, an Cillys Skischuhe ist eine Schraube defekt.

24.11. 1992 Dienstag

Wunderschöner Tag. Super Sonne. Super Schnee. Abfahrt 8.30 Uhr, an der Talstation ist viel weniger los. Wieder mit der Gruppe gefahren. Bis 13.00, dann Einkehr zur Mittagspause im Tuxer Fernerhaus. Als dann die Sonne unsere Sitzplätze verläßt, gehen wir auch. Noch einige Male gefahren. Meine neuen Bretter laufen recht gut, nur wenige Eingewöhnungsprobleme. Die Skifahrerkunst ist aber noch nicht perfekt. Gegen 16.30 nehmen wir den Postbus zum Hotel. Von da mit Jörg telefoniert und ihm die Nase lang gemacht. Edgar bekommt Besuch von Mombacher Tennisfreunden. Das Abendprogramm findet im Keller statt. Tischtennis und Tip Kick Fußball.

Tiroler Hof in Vorderlanersbach

25.11. 1992 Mittwoch

Unser Kümmerer Franz hat für Cillys Skischuh eine Schraube besorgt. Äußere nur leise einen Wunsch, Franz erledigt das. Er ist ein Gewinn für die Ski und Wanderabteilung. Abfahrt wieder 8.30 Uhr. Das Wetter scheint umzuschlagen. Jede Menge Wolken ziehen auf. Wir lassen uns nicht beeindrucken und sind auf allen Pisten unterwegs. Die Sonne schafft es sogar und tatsächlich stabilisiert sich das Wetter.

Kurze Pause um 13.00 Uhr am Tuxerferner Haus. Heute läuft es nicht so gut. Der verflixte 3. Tag. Bin unzufrieden, ist es der Ski, oder die Schuhe, oder bin ich einfach nur schlecht drauf?

17.30 Stunk. Es gibt zwischen KH und Robi Müller Probleme wegen des Skipasses. Müllers haben die Plätze von Bruckers übernommen (die nicht mitfahren konnten). Trotzdem will KH ihnen (Müllers) nur einen Skipaß geben. Habe versucht zwischen den Beiden zu vermitteln. KH ist nicht von seiner Position abzubringen. Er sagt, Robi hätte zuerst nur einen Paß verlangt. Er wußte halt nicht, daß man um ins Skigebiet zu kommen 2 Gondelfahrten braucht. So hätte Heidi mit dem Baby nicht nach oben kommen können. KH wollte aber den Betrag für die zweite Karte Bruckers retour zahlen. Nach einer klärenden Rücksprache mit seiner Frau Waltraud und einem Telefongespräch nach Bretzenheim ist die Sache vorläufig bereinigt. Bis auf den Satz „ der fährt nicht mehr mit“. Noch ein Problem gibt es mit Klaus Dapper, der erst als Gast mitfahren wollte und zahlte, dann aber als Fahrer einspringen mußte. Sollen sie doch sehen wie sie klar kommen.

 

26.11. 1992 Donnerstag

8.30 Abfahrt. Wetter macht Zicken. Im Laufe des Tages wird es schlechter und schlechter.

Abfahrt war für heute um 16.30 bestellt. Der Antrag der Saunisten um 15.30 zu fahren wurde per Abstimmung abgeschmettert.

Doch das Wetter spielt den Saunagängern in die Hände. Um 15.30 sind alle am Bus. Es schneit sehr stark und nur die Experten können da Ski fahren. Da es aber von der Sorte nicht so viele gibt (bei uns), halt um 15.30 nach Hause. No Problem. Bin kurz vor der Mittagspause ziemlich heftig hingedotzt. wahrscheinlich werde ich es morgen im Genick merken.

Am Abend sorgt Edgar wieder für eine Gaudi. Er verlobt einfach mal Andreas und Annette mit einander. Spaß oder Ernst? Die meisten in der Gruppe kriegen das nicht richtig mit und so wird das Ganze zum Selbstläufer. Also große Gratulation von allen Seiten. So hatte sich das mein Schwager Edgar sicher nicht gedacht. Annette und Andreas machen gute Miene zu bösem Spiel.

27.11. 1992 Freitag

Franz besorgt noch eine Schraube für Cillys Schuh. (90.-ÖS) Das Wetter ist heute wieder besser, aber am Berg ist es kälter und es stürmt ziemlich. Fahre heute mal einen Testski Head F 1. Gut.

Der gestrige Sturz hat tatsächlich Nachwehen, meine Halsmuskulatur schmerzt ganz schön. Der Wind verstärkt den Kälteeindruck und so suchen die meisten schon früh, gegen 12.00 das Tuxerfernerhaus auf. Michael Rausch, der einen 3 Tages Skikurs gemacht hat fährt heute frei. Er hat sehr viel gelernt.

Nach der Mittagspause, an der gefrorenen Wand fällt Cilly beim Einsteigen aus dem Sessellift. Ich bin schuld, hab mich auf die falsche Seite gesetzt, so dass für sie kein Platz mehr auf dem Sessel war. Dr. in spe Schnuffi stellt die Diagnose. Hinterkopf aufgeschürft, Haare gelassen, die Überlebenschance ist aber gut. Gott sei Dank. Nach der heutigen letzten Abfahrt bin ich froh, daß alle meine Handballer Peter Wagner,Andreas Schuff, Gerald Udolph, Robi Müller, und vor allem Michael Rausch, keine Blessuren haben. Ist ja schließlich ein jeder Leistungsträger der ersten Mannschaft.Der Abend klingt etwas schwach aus, ein langatmiges Spiel verbreitet Langeweile. Danach verzieht sich der Handballclan in den Keller zum Tischfußball und Tischtennis.

28.11. 1992 Samstag

Abfahrt kurt vor 9.00 Uhr. Im Bus Abfrage wohin im nächsten Jahr. Es gibt eine Mehrheit für Stubai. U.a. wegen der besseren Pistenpflege dort. 10.00 Grenze, 11.45 Fuchswirt, 13.30 weiter, 18.15 Bretzenheim.

Resümee:

Gletscher in Hintertux vom Anspruch her OK, aber schlechte Pistenpflege, und aus nicht ersichtlichen Gründen waren oft die Lifte nicht in Betrieb. Es gibt sehr schöne Abfahrten, besonders am 3 er Sessel, (Schlegeisgletscher) am Kaserer 2, sowie die Abfahrt von ganz oben zum Tuxerfernerhaus. Das Hotel ist insgesamt empfehlenswert. Besonders für Leute die Dampfbad und Sauna lieben. Essen gut, der Service im Skikeller mit Wachsmöglichkeit gefiel mir. Minuspunkt war die Tischbesetzung. 8 er Tisch mit 10 Personen besetzt. Auch war der Wirt nach meinem Gefühl zu geil das Getränkegeschäft zu machen. Ausgaben. DJK 2 x 650.- DM, vor Ort 300.- DM, nicht zu vergessen, die Skischuhschrauben.

Die DJK Ski und Wanderabteilung zeigte sich spendabel. (aus den Überschüssen???) An einem Abend gab es eine Flasche Wein, verlost wurde eine venezianische Maske, mit Geldeinsatz gab es eine Ballonfahrt zu gewinnen, die Verlobten erhielten ein Essengutschein. P.S. Ein Geständniss muss ich noch machen, einige Bilder sind aus dem Internet geklaut!