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17. Jahr der Abteilungsgeschichte

Der Höhepunkt im Jahr 2000 war sicherlich die Reise nach Paris. Ohne die anderen Aktivitäten herab setzen zu wollen, diese Städtereise war absolut spitze. Es gab wieder viele Wanderungen, div. Radtouren, Zugreise in die Pfalz, Funzel, Skifreizeit und den Jahrsabschluss. Der Skibasar fiel ins Wasser, zu viele Angebote im Umkreis. Alles andere ist aus dem obigen Wanderkalender zu entnehmen. 

2000-04-29 Städtereise Paris, aus meinem Tagebuch

29.04. 2000 Samstag

Mit der DJK Ski und Wanderabteilung nach Paris. 37 Mitfahrer im Bus. Abfahrt in der Früh um 6.00 Uhr. Gegen 7.45 sind wir schon an der Grenze. Die erste Rast ist auch die Frühstückspause. Wieder gesponsert durch die Abteilung gibt es um 8.00 Uhr, Weck, Worscht und Woi. Stimmt nicht ganz, es war Brot, Fleischwurst und Sekt. Bei der Weiterfahrt um 8.35 ist es 15°C warm, der Himmel ist bedeckt. In der Champagne gegen 11.00 kommt dann die Sonne heraus. Kurz vor Paris, um 13.00 Uhr beim Disneyland die letzte PP.

Nach längerem Suchen findet unsere Fahrer das Hotel Parc des Expositions. Die Fünftage Metro Tickets (im Preis drin) werden verteilt. An: wie mir die Namen so einfallen.

Brucker (2), Grube (2), Zey (2), Kümmet (2), Ursel u. die Nichte von Horst, Vogel (2), Hopfengärtner (2), Oberhausener (2), Reichert (2), Conny (2), Butz (2), Bekannte v. Butz (2), Rudnitzki (2), P. Müller (2), Kollegin von Karin Zey (2), Kleinhans (2), Foto- Klaus, Frau Knodel, Frau Post und Schollmayer (2) Kosten p.P 540.- DM, plus was halt so noch anfällt.

Um 15.00 fährt uns schon die Metro zum Place de la Concorde. 

Gegen 20.00 am Bus. Kurzes Stück Fahrt zu den Bateau Mouches zum Ausflug auf der Seine. War sehr interessant. Es fahren jede Menge Schiffe mit Glotzern auf dem Fluß.

Das Größte aber war dann an Land. Die abholenden Busse. Einer nach dem Anderen, eine Buskarawane, soviel Busse habe ich noch nie gesehen. Da müssen in ganz Paris Tausende unterwegs sein!

Auch wir sind weiter unterwegs mit unserer Fremdenführerin und erleben aus dem Bus heraus „Paris bei Nacht“.

Gegen 22.30 im Hotel. BGZ versuchen noch eine Kneipe auszumachen, ohne Erfolg. Also ab ins Nest

Laufen von den Tuilerien zum Louvre. Von der Dachterrasse des Kaufhauses Samaritain genießen wir den einmaligen Blick über Paris. Snackpause in einem Bistro ½ Bier und Baquette kosten 78.-FF. = DM 14.- Anschließend Spaziergang am Ufer der Seine zum Place Trocadero. Wieder eingekehrt, treffen auf den unfreundlichsten Ober von Paris. (Vermutung).

30.04. 2000 Sonntag

Um 7.00 ein Weckruf der Tote aufgeweckt hätte. 8.00 Uhr Frühstücksbuffet, französisches Durcheinander. Für einige Liftfahrer gab es noch eine Schrecksekunde, d.h. es waren schon Minuten. Wegen Überbelastung bleibt der Fahrstuhl hängen. Cilly verständigt nach Klopf- und Hilfe-Rufen die Concierge. Es waren zu viele Schwergewichte im Fahrstuhl. Da war auch der Techniker Peter Müller hilflos.

Heute Vormittag Stadtrundfahrt. Zuerst Stop am Invaliden Dom.

Dann Place de Vosges und anschließend zur Notre Dames.

Es gibt viel zu sehen. Place du Tetre, Sacre Coeur, Moulin Rouge, usw.usw.

Das Mittagessen nehmen wir im netten Noce de la Janette ein. Es gab ein sehr gutes Menue p.P. incl. Espresso für 110.- FF. Der Tischwein ist frei. Da kann man nicht schimpfen. Laut P.Grube!!

Nach dem Essen haben wir, Cilly und ich uns von der Truppe getrennt und sind mit der Metro zum Montparnasse gefahren.

Von da über die Rue de Rennes zum Jardin Luxembourg. Müde vom Essen und der Lauferei auf einer Parkbank am Straßenrand niedergelassen.

Beim Studieren des Stadtplanes hält ein PKW vor uns. Der Fahrer winkt mich zu sich und fragt nach dem Weg zum Flugplatz. Dann beginnt ein Spiel das ich zuerst nicht durchschaue.

Ich sage ihm in meinem holprigen Französisch, daß ich Deutscher sei, (was er mir sicher schon angesehen hat) und den Weg zum Flugplatz nicht kenne. Dann kommt seine Geschichtein deutsch. Er wollte in Paris Verwandte besuchen, die er aber nicht angetroffen habe. Das Mitbringsel, das für seine Leute gedacht war, seien 2 Lederjacken. Die wolle er jetzt mir schenken. Da er aber kein franz. Geld mehr habe bitte er mich ihm 400.-FF zu leihen. Auch Cilly wurde in das Gespräch mit einbezogen und per Handschlag begrüßt. Und er schwätzte und schwätzte, drückte uns die in Folie gepackten Lederjacken in die Hände, hielt sie aber selbst noch fest. Es eile ihm, der Flieger nach Montreal würde nicht warten.

Mittlerweile war bei mir der Groschen gefallen, wir wünschten einen guten Flug und gingen!

Mit neuen Kräften den Boul. St. Michel über St. Germain an der Seine zur Pont Neuf. Hier den Fluss entlang geschlendert zum Orsay Museum. Es ist Klasse, dass die Endstation der Metro nur wenige Schritte von unserem Hotel entfernt liegt. Mit der Metro Nr. 12 zur Station Marie D’Issy. Um 18.00 im Haus.

Im Jardin de Luxembourg, der Rotwein vom Mittag verlangte nach einer weiteren Ruhepause, wieder eine Bank in Beschlag genommen und bei herrlichem Wetter den Menschenmassen beim Flanieren und den Schachspielern zugeschaut. Dabei müssen mir wohl die Augen zugefallen sein. Ein Nickerchen mitten in Paris, das hat was.

Eingeweihte wissen, was ich meine. Treffen auf der Rückfahrt gegen 23.30 die Gruppe Vogel in der Metro.

Neu motiviert geht es um 19.00 wieder mit der Metro zum Pigalle. Laufen von da auf den Montmatre und treffen dort als wäre es bestellt, auf BGZ. Gemeinsam Bummeln und Bistro Besuch mit einer netten Bedienung.

01.05. 2000 Montag

Um 7.00 Uhr wieder Weckruf. 8.00 Frühstück. 2. Stadtrundfahrt. Wetter diesig, 14 Grad. Mit unserer Reiseführerin geht es zu erst 

Wir sind direkt erschrocken, dass es so was in Paris auch gibt. Gegen 22.30 auf dem Rückweg über Pigalle und die Attraktionen bestaunt. U.a. einen Stuhl mit vielen rotierenden Zungen???

nach La Defense, dem modernen Paris. Looks like little New York. Ein Hochhaus neben dem Anderen. Beeindruckend La Grand Arche. Ein moderner Triumphbogen.

Es ist kühl und windig, schnell steigen wir wieder in unseren Bus und fahren ins Zentrum zurück. 

Durch die Straße der Modeschöpfer, DIOR, Lagerfeld, Ives Saint Laurent und wie sie alle heißen. 

Ein wenig laufen ist auch angesagt, durch den Jardin de Luxembourg. Zum Mittagessen kehren wir wieder in das Lokal von gestern ein, heute allerdings im 1. Stock. Doch die Konditionen und die Qualität des Essens sind wie gestern. Angenehm.

Später mit BGZ planlos durch St. Germain du Pres, Champs Elysees, Arc d.Triomphe spaziert. Also das ganze Pariser Flair aufgesogen.

Gegen 22.00 Uhr mit Baquette auf der Faust in die Metro und ab nach Marie d’Issy ins Hotel. Noch ein Absacker-Bier und dann ins Bett, Batterien aufladen.

 

02.05. 2000 Dienstag

Schade es geht wieder heim. 7.00 Aufstehen, 8.00 Frühstück, 9.00 Abfahrt, 11.00 Reims, 13.15 Weiterfahrt, 18.00 Bretzenheim, 18.10 TSG Gaststätte 20.00 Zu Hause.

Resümee: War sehr schee in Paris, doch man sollte besser zu zweit unterwegs sein und nicht in einer großen Gruppe. War schon Stress, immer von 7.00 Uhr bis 0.00 Uhr auf den Beinen.

Aber, viel gesehen, tolles Wetter, ES HAT SICH GELOHNT!!!!!!!! Gerne wieder.

Wieder sind einige Monate im Jahr vergangen. Wir haben schon August, als es per Fahrrad nach Schwabsburg geht. Eine weinselige Reise durch die Weinberge schließt sich an. 

Na klar, das rustikale Buffet wurde einverleibt. Trotz der Extrakosten. Mit irgendwas musste der Wein ja aufgesogen werden. Auf dem Tanzplatz in Weisenau war Resteverwertung.

Außerplanmäßig kam für die Ski & Wanderabteilung die Einladung zu Brosches auf den Lerchenberg.

Sie wurde natürlich angenommen. Der Partykeller konnte die Massen kaum aufnehmen. 

Mit Riesenschritten geht es nun auf das Jahresende zu. Wie immer runden die Funzelwanderung, die Skifreizeit und die Abschlussfeier das Jahr ab. Also erst mal funzeln. 

Mit dem Bus, wie es jetzt schon Tradition ist, erst mal einen Weihnachtsbaum schlagen. Auch Tradition Numero 2 mit dem Besuch eines Weihnachtsmarktes wurde beibehalten. Das Ziel hieß in diesem Jahr Freinsheim.

Wie kommen wir zusammen…?

So verabschiedet eine fröhliche Gesellschaft das Millennium Jahr 2000.  Im Weingut Sieben in Nieder-Olm ging es wieder hoch her.

Ende

P.S. Was ich vergessen habe zu erwähnen, bei der Radtour an der Mosel (wird heute immer noch gerne erzählt) war eine Tagesetappe von 125 Km dabei. Da tat der Bobbes weh!!!