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Skifreizeit Antholz - Bericht 2009

 „Mit dem Ski zum Wintersport, auch wandern können wir vor Ort“.

So lautete das Motto der neuen Skifreizeit der DJK

Fahrt nach Antholz vom 11. Januar bis 17. Januar 2009

Ein subjektiver Bericht von Michael Schollmayer. ( Tagebuch )

Dunkel und saukalt (minus 10 Grad) ist es auf den IGS Parkplatz um 6.30 am 11. Januar 2009. Nach wenigen Minuten taucht der Nobis Bus mit unserem Lieblingsfahrer Günter auf. Pünktlich um 7.00 startet die Winterkombireise nach Antholz.

Gegen 8.00 begrüße ich die Mitreisenden im Namen des Vereins. Die Reise geht flott dahin, es ist nicht viel los auf der Autobahn. Die Wettervorhersage hat gutes Wetter versprochen, und tatsächlich begleitet uns die Sonne den ganzen Tag.

Um 9.15 ist die erste Pause, zum Frühstücken draußen ist es zu kalt, deshalb wird das Mainzer Frühstück erst um 9.45 im Bus eingenommen.

Von 13.00 bis 13.30 machen wir an der Inntal Raststätte Mittagspause. Über die Europabrücke und den Brenner erreichen wir unser Hotel in Antholz/ Südtirol um 16.30. Gewöhnungsbedürftig ist, dass beim Einchecken alle Personalausweise bis zum nächsten Morgen eingesammelt werden. Laut Günter ist das in Italien so üblich. Das gute Abendessen serviert die sehr nette Bedienung gegen 19.00 Uhr. Anschließend wird beim Zusammensein der Ablauf des morgigen Tages gemeinsam besprochen. Die Meisten zieht es gegen 21.30 aufs Zimmer.

12. Januar, Montag

Eigentlich recht gut geschlafen, ich mag ja harte Matratzen. Frühstück um 7.30, Abfahrt um 9.00. Es klappt wie am Schnürchen. Die Skifahrer werden in knapp einer ½ Stunde nach Olang zum Kronplatz transportiert, die Fußgänger zum Bummeln nach Bruneck.

Am Hotel vorüber geht es ins

Biathlon Stadion hinauf und

den Massen an Zuschauern.

Einige wandern noch zum See, die Fußlahmen kehren gleich in die Huber Alm ein. Kurz nach 16.30 ist dann der gesamte Verein wieder vereint im Hotel.

Abendessen um sieben, anschließend zusammen gehockt und Pläne für morgen gemacht. Da für den Dienstag noch mal gutes Wetter vorhergesagt ist, möchte Kurt nach Covara zur Sella Runde. Außerdem über den Hüttenabend in der Huberalm gesprochen.

13. Januar, Dienstag

Nach dem Frühstück fährt der Bus um 8.45 ab. Etwa 1 ¼ Stdn, soll es bis ins Skigebiet dauern. Aus der Kälte des Morgens geht es in den herrlichsten Sonnenschein. Unterwegs sind die Skifahrer und der größte Teil der Wanderer. Letztere wollen mit hinauf auf den Berg.

Cilly und ich klinken uns aus, wir wollen den zugefrorener Antholzer See im Sonnenschein umrunden. Am frühen Morgen ist allerdings die Sonne noch nicht da, deshalb nur ¼ der Strecke gelaufen.

Zur Mittagspause in der Huber Alm zugekehrt. Cilly bestellt Kaiserschmarrn, automatisch werden 2 Gabeln mitgeliefert, 1 Person schafft diese Portion nicht. Mit der Wirtin habe ich das Date für den morgigen Abend (Hüttenabend) klar gemacht. Liegt die Hütte nicht schön?

Der zugefrorene Antholzer See.

Dann endlich ist die Sonne über die Bergspitzen gekrabbelt und Licht und Wärme ist da. Nun macht es richtig Spaß über das Eis zu laufen.

Dickentestloch oder Eisfischerloch ?

Klar, dass wir noch mal das Biathlon Stadion besuchen.

Wirklich eine tolle Anlage auf 1600 m Höhe.

Vom Stadion aus sind wir in 15 Minuten

über den Talwanderweg in unserem Hotel

Sowohl die Skifahrer mit der Sella Runde als auch die Fußgänger waren begeistert vom heutigen Tag. Die Alpinen hatten das Glück, dass Uli Herfurth sie vor Ort erwartete und sich als Guide der Truppe annahm. So konnte man sich voll aufs Skifahren konzentrieren.

Und es blieb noch genügend Zeit die schönen Almhütten zu besuchen. Kein Stress am Berg.

Auch die Nichtskifahrer haben zuerst mal mit dem Lift den Berg bezwungen. Geschwärmt wurde von der tollen Aussicht.

Zum Mittagessen im Tal eingekehrt. Danach gab es einen Winterspaziergang von Corvara nach Stern. Laut Friedel ein Höhepunkt der kaum zu toppen war. Winterwunderwelt.

Cilly und ich sind um 15.00 im Hotel, bin gespannt wann unsere Leute auftauchen. Wir nutzen die Zeit und genießen die Sonne auf unserem Balkon. Um 17.30 sind sie eingetroffen.

14. Januar, Mittwoch

Es ist Nebel im Tal, Temperatur Minus 3 Grad und es schneit leicht. Um 9.00 sind wir auf dem Weg Richtung Lienz, unterwegs am Skigebiet Helm steigen die Skifahrer aus. Es schneit jetzt mehr. Vom Hotel bis zu der Talstation Helm waren wir 50 Minuten unterwegs.

Beim nächsten Stop steigt Gisela Müller aus, sie nutzt die Gelegenheit und besucht Ihre Gastgeber bei denen sie mit der Familie 25 Jahre ihren Urlaub verbracht hat. Um 11.00 erreichen die Fußgänger Lienz. Allerdings nur eine Gruppe von 9 Leuten. Der Rest ist im Hotel geblieben, macht Langlauf oder einen faulen Tag.

Wir, die Fußgänger latschen ja derweil durch die Altstadt von Lienz, besuchen den Intersport, und machen Mittagspause in einer Supermarktpassage. Um 14.00 ist wieder Rückfahrt, Gisela unterwegs aufnehmen, und die Skifahrer. Obwohl es den ganzen Tag geschneit hat, machen sie einen zufriedenen Eindruck. Das Skigebiet hat gefallen. Wir kommen gut voran und sind lange vor der ausgemachten Zeit auf der Huber Alm. So langt es für die Brettl-Fans noch zu einem kurzen Besuch im Biathlon Stadion. Jetzt erwartet uns der obligatorische Hüttenabend der Skifreizeit. Bin gespannt ob wir an die Stimmung der Hütte im Stubaital anknüpfen können. 

Unser Busfahrer Günter bestellt wider besseren Wissens den Kaiserschmarrn, für uns hat sich die Wirtin etwas anderes einfallen lassen.

Geschafft hat er die Portion nicht.

7 Teller ergaben eine gute Grundlage.

Es folgen nun einige Bilder, die die Stimmungslage (steigend) wiedergeben.

Mundraub abgewehrt

Striptease

Zigaretten Terrasse

Tanzkünstler toben sich aus.

Ganz klar, der Horst ist dabei.

Getwistet wird auch wieder.

Ich denke man kann die 2 ½ Stunden in der Hütte als gelungen bezeichnen. Die sehr schön garnierten Wurstteller kamen gut an, und auch an der Stimmung war nichts auszusetzen. Leider musste dann das Tanzvergnügen abgebrochen werden, der Hotelkoch wartete. Aber die Erfahrung zeigt, es ist gut diese Veranstaltung auf dem Höhepunkt abzubrechen. 

Nach einem Abschiedsschnaps, eingenommen auf der verschneiten Terrasse der Hütte, (Spende der Wirtin) brachte uns Günter per Bus die wenigen Meter sicher zum Hotel.

15. Januar Donnerstag

Temperatur am Morgen minus 3. Wetter zeigt sich immer noch von der eher unangenehmen Seite. Die Gruppe teilt sich wieder in 3 Teile auf. Langläufer, Alpinfahrer und Fußgänger. Kohlerts und Scharhags nehmen Karin Zey zum ersten Langlauftest mit ins Biathlon Zentrum. Die Skifahrer und ein Teil der Fußgänger fahren mit dem Bus ins Skigebiet Plose, wo immer das liegt. (Brixen / Südtirol)

Bei dem teils miesen Wetter hat sich die weite Anfahrt in das nicht so gut präparierte Gebiet nicht gelohnt. Dennoch sind die Skifahrer gut drauf. Die mitgefahrenen Wanderer nutzen wieder eine Bergfahrt um Atmosphäre zu schnuppern.

Dann überlassen sie den Alpinen die Piste und setzen sich ins Tal ab. Die malerischen Ortskerne, die romantischen Winkel und Gassen von St. Ulrich und Kastelruth sind das Ziel. Ein wenig Sonnenschein könnte auch hier nichts schaden.

Wieder ein ausgefüllter Tag.

Wie gesagt, die Anreise war etwas lang, und somit auch die Heimfahrt. Für den morgigen Tag hat der Wettergott aber wieder ein absolutes Spitzenprogramm im Angebot.

16. Januar Freitag

Der Blick am Morgen aus dem Fenster verspricht einen Supertag. ( Minus 6 Grad) Klar, dass die Skiläufer zum Kronplatz wollen. Nur wenige Függänger schließen sich an, die anderen wollen heute den Sonnentag im Schnee am Antholzer See genießen. Heute ist so ein Tag, wo man gerne auf zwei Hochzeiten tanzen möchte. 

Am Kronplatz eine traumhafte Sicht, in Antholz auf dem Berg Sonnenschein pur. Egal welche Entscheidung man getroffen hatte, sie war auf jeden Fall richtig. Zuerst einige Bilder vom Biathlon Stadion, der Huber Alm und dem See.

Wandern ins Tal, auf der Huber Alm Terrasse sitzen und sonnen, und im Biathlon Stadion die übenden Athleten anfeuern. Auch zu einem Gang auf dem zugefrorenen Antholzer See reicht es. Schöner kann ein Tag unter den hoch aufragenden Bergen nicht sein. Einfach perfekt.

Schau mer mal was die um 16.30 eingetroffen Skifahrer vom heutigen Ausflug zu berichten haben. Wie erwartet hat auch das Superwetter am Kronplatz für zufriedene Gesichter gesorgt. Auch die Fußgänger die mit hinauf zum Berg gefahren sind haben lange dort oben ausgehalten. Dieser Tag hat rundherum für gute Stimmung gesorgt und war ein vollendeter Abschluss dieser neu ins Leben gerufenen Skifreizeit.

Da lacht das Herz des Skifahrers, aber auch die Fußgänger haben großen Spaß am Gipfel.

17. Januar Samstag Heimfahrt

Pünktlich um 8.00 setzt sich der Bus in Bewegung. Auf den Bergspitzen liegt schon die Sonne, doch Bruneck das wir kurze Zeit später passieren, ist im Nebel nicht zu sehen. Es geht mit der sicheren Fahrweise von Günter flott dahin, sodass wir kurz hinter Innsbruck um 10.00 Uhr die erste Pause machen können. Es herrscht aber viel Verkehr. In Kiefersfelden kurz nach 11.00 kommt dann der erste massive Stau. Wir verlassen die AB und nehmen die U 1. Leider ist eine für den Bus zu niedrige Unterführung nicht einkalkuliert, so muss das Navi einen neuen Weg auf den Landstraßen suchen. Über Erl und Nußdorf geht es kurz vor Brannenburg wieder auf die freie Autobahn. Doch den Fuchswirt in Allershausen und damit die Schweinshaxe müssen wir uns leider abschminken. Der Rasthof in Holzkirchen muss als Alternative herhalten. Um 13.25 geht es weiter Richtung München, danach ist wieder ein Stau angesagt. Das wird heute eine lange Heimfahrt, aber egal, Hauptsache Günter schaukelt uns unfallfrei nach hause. Noch eine Pause in Feucht und eine weitere in Weißkirchen und wir sind dann doch früher als erwartet gegen 19.30 am Südring.

Resümee der Reise:

Das Experiment Skifahrer und Fußgänger mit einigen Langläufern zu mixen ist im Großen und Ganzen aufgegangen. Natürlich gibt es Dinge die verbessert werden können. Das wird das S& W Team aufarbeiten. Unser Hotel Wildgall war in Ordnung. Frühstück und das abendliche Menu waren erstklassisch. Besonders erwähnt werden sollte hier die außerordentlich nette Bedienung Martha.

Die Skifahrer hatten Gelegenheit 4 verschiedene Skigebiete anzufahren. Entgegen der Meinung einiger Experten im Vorfeld, wurde der Kronplatz zum Lieblingsgebiet erklärt, Rang 2 erhielt die Sella Runde / Covara, auf den dritten Platz kam der Helm. Es schneite zwar den ganzen Tag, dennoch waren alle auch hier zufrieden. Plose landete am Schluss, was aber auch am Neuschnee und der fehlenden Präparierung lag. Während also die Alpinen auf den Bergen ihren Spaß hatten, besuchten die Fußgänger u.a. Bruneck, Wolkenstein und Kastelruth, Lienz, und das Biathlon Stadion. Die Huber Alm war am Mittwoch unser gemeinsames Ziel zu einem sehr netten Hüttenabend. Auch tagsüber war diese Alm häufig ein begehrtes Objekt. Besonders reizend ein Spaziergang über den zugefrorenen Antholzer See. Die Langläufer hatten ihren Spaß auf den WM- und Weltcup Loipen.

Zum guten Gelingen dieser Skifreizeit trug natürlich auch die sichere Fahrweise von Günter Mohr von der Fa. Nobis bei. Man hat einfach ein gutes Gefühl wenn er am Lenker sitzt.

Auch das Wetter benahm sich anständig, nur am Mittwoch schneite es, aber der Schnee muss ja irgendwo herkommen. So bin ich mir am Schluss sicher, die Bedeutung des Wortes SKI im Namen der Ski und Wanderabteilung ist nach 2 Jahren unfreiwilliger Pause, wieder mit Leben gefüllt.