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Eine Reise mit den Eisheiligen nach Berchtesgaden an Pfingsten 2016

Freitag, den 13. Mai 2016, um 6:30 Uhr an der IGS.

Es sind schon eine Menge Leute da. Nachdem Günter das Gepäck sicher im Bus verstaut hat geht die Reise los. Die Sonne scheint. Die Staus auf der Weisenauer Brücke lösen sich schnell auf.

Die erste Pause, Mainzer Frühstück, ist schon um 8:20 Uhr auf dem Spessart Rastplatz. Nach den Fleischwurstrationen gibt es noch Marmorkuchen von Fam. Feser, die das erste Mal dabei sind. Danach geht es, bei leichtem Regen und Stau, weiter.

Gut, dass Kurt schon die Schnapsgläser verteilt hat mit einem Schluck aus den verschiedenen Pullen lässt sich das Wetter leichter ertragen. Gegen Abend Ankunft im Hotel Kronprinz.

Der hoffnungsvolle Blick am nächsten Morgen aus dem Fenster wird leider enttäuscht. Die kalte Sophie ist zwar erst morgen, doch sie hat ihre Boten schon voraus geschickt. 

Wir sind auf den Weg zum Kehlsteinhaus. Der Bohr Bus bringt uns zu einem großen Parkplatz von dem aus städtische Omnibusse den Weitertransport übernehmen. Ich bin total erstaunt wie viele andere Reisegruppen, bei diesem beschissenen Wetter, schon da sind. Wir werden von unserer Fremdenführerin Sabine schon erwartet und zu dem vorbestellten Spezial Bus (besondere Motorleistung, Bremsen und Getriebe) gebracht. Die Auffahrt ist spektakulär, der Fahrer hat einen rasanten Fahrstil auf dieser engen Bergstraße. Gut, dass es etwas diesig ist, der Blick nach unten wird dadurch gemildert. Als Zugang zum Kehlstein Haus wurde ein Aufzug eingerichtet, der 124 Meter, innerhalb des Obersalzberges, in die Höhe führt. Zu dessen Eingang wurde wiederum, von der Bus-Endstation, ein 124 m langer und 3 m hoher Tunnel in den Berg getrieben.

Oben angekommen wird das Wetter noch unangenehmer. Sabine führt uns vorbei an den Infofotos in einen kleinen Gastraum. Dort erzählt sie die Hitler Historie des Obersalzberges. Danach können wir kurz hinaus in den Schneeregen. Temperatur + 4 Grad. Es ist trotz des miesen Wetters viel los, denn heute ist Eröffnungstag. Geplant war hier oben länger zu verweilen und im Restaurant zu essen, doch das eklige Wetter treibt uns schnell wieder bergab nach Berchtesgaden.

Es bleibt etwas Zeit um durch Berchtesgaden zu bummeln und einen Snack zu nehmen. Um 14:30 Uhr geht’s zur Schnapsbrennerei Grassl. Ein kurzes Einführungsfilmchen, eine Schnapsverkostung, dann Einkauf. Auf der Rückfahrt steigen einige in der Stadtmitte aus und bummeln, erst durch die Stadt und dann über einen sehr schönen Weg hinauf zum Hotel. Die Sensation des Tages, die Sonne kommt heraus und so können wir auf der Hotelterrasse ein Bierchen genießen.

Sonntag

Um 9:30 Uhr auf dem Weg zum Salzbergwerk. Es tröpfelt wieder. Nach dem lustigen Einkleiden mit den Overalls geht es mit der Grubenbahn 650 Meter hinein den Berg. Im Kaiser-Franz Sinkwerk erwartet uns auch schon das erste Highlight der Besuchertour. Auf einer Holzrutsche geht es rund 34 Meter hinab in das Sinkwerk. Bevor wir die beeindruckende Fahrt über den Spiegelsee genießen dürfen, ist noch einmal eine Rutschpartie angesagt. Auf der zweiten Holzrutsche geht es rund 40 Meter hinab zum Spiegelsee. Der Spiegelsee verdankt seinen Namen der Deckenspiegelung auf der Wasseroberfläche. An diesem Punkt befindet man sich 130 Meter unterhalb der Tagesoberfläche. Der Salzsee ist 100 Meter lang, 40 Meter breit und 2 Meter tief. Der Salzgehalt des Spiegelsees ist übrigens beinahe so hoch wie der des Toten Meeres. Der Besuch des Salzbergwerkes war ein außerordentliches Erlebnis. Es hat wohl allen sehr gut gefallen.

Nach dem Auskleiden können, im Bergwerk gemachte, Bilder erworben werden. Im Gasthaus Reichenbach, gegenüber vom Eingang, ist für uns zur Mittagszeit reserviert. Weißwurst und ein Getränk sind im Reiseangebot enthalten.

Am Nachmittag dann der nächste Höhepunkt, die Fahrt über den Königsee. Gut, dass der Regen beim Trompetensolo eine Pause machte, so durften alle das berühmte Königssee-Echo genießen. Den Besuch des Biergartens in St. Bartholomä mussten wir uns allerdings abschminken. 

Heimreise. Heute geben die Wolken zu ersten Mal, wenigstens teilweise, den Blick auf den Watzmann frei. Abfahrt um 9:00 Uhr über Bad Reichenhall zur Autobahn. Die Straße führt vorbei an der schlafenden Hexe. Siehe oben. Bei 8 Grad und kaltem Regen erreichen wir um kurz nach 11:00 Uhr München. Dort kommt die Stadtführerin Claudia an Bord. Sie begleitet uns mit interessanten Informationen ca. 1 ½ Stunden durch München. Zum Mittagessen werden wir, von Günter vorbestellt, im Paulaner im Tal erwartet. Um15:00 Uhr geht es dann auf dem Heimweg. Resümee: Ausgerechnet über Pfingsten kamen die Eisheiligen. Die Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie. So war es, aber kleingekriegt haben sie uns nicht. Es war dennoch eine schöne Reise.