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Städtereise in die Königsstädte Polens

Donnerstag, 17. Mai 2018:

Früh ging es los, 6 Uhr Abfahrt ab IGS Parkplatz: unser Ziel Südpolen. An der Raststätte „Bad Hersfeld“ war Fahrerwechsel, Heino Heinrichs war von nun an unser Busfahrer. Mit Informationen über Landschaft, innerdeutsche Grenze, Industrie und Landwirtschaft hat Heino uns die Zeit bis zum Hotel nicht langweilig werden lassen. Unser Hotel „Palac Izbicko“ erreichten wir gegen 18:30 Uhr.

Ein schönes Schloßhotel mit Gästehaus, das im Jahre 2003 von Herrn Palm gekauft und in nur 8 Monaten umgebaut bzw. renoviert wurde. Eine schön angelegte große Parkanlage gehört auch dazu. Der Koch bot uns gute, deftige einheimische Küche, von Suppe bis Nachtisch.

Freitag, 18. Mai 2018:

Nach reichhaltigem Frühstück lernten wir unsere Reiseleiter Angelika kennen und fuhren um 8:45 Uhr nach Tschenstochau. Angelika informierte uns über die deutsch-polnischen Schilder, die es wegen der deutschen Minderheit in Schlesien gibt, über das Opolener Land (kleinste Woiwodschaft – bei uns in Deutschland Bundesland), das wir durchfuhren.

Unser Ziel war der wichtigste Wallfahrtsort in Polen, das Kloster Heller Berg in Tschenstochau mit Ikone der „Schwarzen Madonna“. 

Durch das Kloster, die Basilika und die Schatzkammer wurden wir lebhaft, gesanglich und sehr fachkundig von Martin geführt. 

Auch der Blick vom Freialtar auf die Stadt war sehr imposant, eine richtig lange Paradestraße. 

Zusammen mit unserer Reisegruppe waren viele Erst-Kommunionkinder unterwegs die die Schwarze Madonna besuchten und eine Messe feierten.

Wir fuhren anschließend nach Opole (deutsch: Oppeln) wo uns Angelika zu dem Denkmal führte, das für ein freies Opolener Land / Schlesien errichtet wurde. 

Oppeln ist seit 1963 als Musikstadt bekannt, landesweit wird live im Fernsehen das Landesmusikfestival ausgestrahlt. Dies bewies auch die Sternepromenade, wo z.B. auch Claudia Cardinale und Roman Polanski mit einem Stern geehrt wurden. 

Angelika empfahl uns zwei Gaststätten, wo wir die schlesische Spezialität Pierogie (das sind gefüllte Teigtaschen) genießen konnten.

Noch ein kleiner Bummel durch die Stadt, Zigaretten kaufen, dann ging es zurück zum Schloss Hotel zum Abendessen, einer Filmvorführung über das Schloß und gemütlichem Ausklang. Obwohl sich Mittags nach den Pierogie noch niemand vorstellen konnte jemals noch was zu essen…

Samstag, 19. Mai 2018:

Heute Krakau: Auf der Fahrt nach Krakau informierte uns Angelika über das Oberschlesische Industriegebiet, Bergbau und Autoherstellung. Wir fuhren durch Groß-Strelitz, wo die Familie Gabor den Konzern für die Schuhe gründete; durch Gleiwitz mit einem Sendeturm der dem Eiffelturm ähnelt, dort lebte Oskar Troplowitz der Nivea gegründet hat und es ist die Heimatstadt von dem Fußballer Lukas Podolski. I

n Krakau angekommen spazierten wir in zwei Gruppen aufgeteilt zum Schloß Wawel mit Besichtigung und Führung.

Die Schlosskirche erkundeten einige auf eigene Faust auf die Schnelle, da uns wenig Zeit blieb, denn wir besichtigten noch die Marienkirche mit dem Veit-Stoss-Altar in der Marienbasilika. Die anschließende Freizeit nutzen einige zur Kutschfahrt durch Krakau, Besuch der Tuchhallen und auch zum Kaffeetrinken.

Um 16:00 Uhr haben wir diese interessante Stadt leider wieder verlassen müssen. 

Zurück im Hotel stand das Abendessen mit anschließendem Musikabend an.

Zu unserer großen Überraschung war der Sänger der Band unser Busfahrer Heino. Er machte dem allseits bekannten „Heino“ alle Ehre, stand ihm in nichts nach. Fazit: ein gelungener Ausflug nach Krakau und ein lustiger Abend

Sonntag, 20. Mai 2018:

Heute Breslau: Angelika ließ uns wieder sehr viele Informationen auf der Fahrt nach Wroclaw (Breslau) zukommen. So wissen wir nun, dass die Wälder in Polen Staatseigentum sind und 60 % Birkenbestand haben, die deutsche Minderheitsbevölkerung seit 1991 anerkannt ist, viele deutsche Freundschaftskreise bestehen, in den Schulen Deutschunterricht als Minderheitssprache offen für alle Kinder ist und viele Flüchtlinge aus der Ukraine kommen (diese jedoch die polnische Sprache beherrschen müssen und Ihren Namen ins polnische übertragen müssen).

Unser erstes Ziel in Breslau war die Jahrhunderthalle, erbaut von Max Berg, mit den schönen Wasserspielen mit Musik.

Wieder in zwei Gruppen aufgeteilt führten uns Elisabeth und Katharina anschließend zur Dominsel mit Dombesichtigung. 

Eine sehr interessante Stadtführung führte uns vorbei an vielen Zwergen, sie sind eine Touristenattraktion. 

Eine politische Oppositionsbewegung hatte in den 1980er Jahren eine Demonstration im Zwergenkostüm Kritik am kommunistischen Regime in Polen geübt und einen gusseisernen Zwerg in der Breslauer Altstadt aufgestellt. Im Jahr 2001 tauchten die ersten Zwerge als Projekt von Studenten in der Stadt auf. 

Seit 2004 gibt es die Figuren in verschiedenen Varianten in der ganzen Stadt, heute sind es bis zu 400 Exemplare. 

Noch ein kurzer Stadtbummel auf eigene Faust und schon hieß es wieder Abfahrt zum Hotel, Abendessen und gemütlicher Ausklang.

Montag, 21. Mai 2018:

Wir mussten Abschied nehmen von einem sehr schönen Aufenthalt in Südpolen. Auf der Heimfahrt gingen die Gespräche nicht aus. Jeder dachte nochmal an die „Schwarze Madonna“, an Oppeln, an Krakau mit dem Wawel-Hügel, Breslau mit den Wasserspielen, der Jahrhunderthalle, dem Dom und dem Marktplatz. Unser Eventmanager Manfred spielte zum Abschied nochmals das Land „Mein Schlesierland“ vorgetragen von Heino, unserem Busfahrer. Kurz vor 21 Uhr hatten wir dann den Parkplatz der IGS Bretzenheim wieder erreicht.

Fazit: Eine interessante und kulturell beeindruckende Fahrt ging wieder viel zu schnell zu Ende.