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Schweizfahrt 2011

2011-06-10 Freitag

So ein Mist, die Ski- und Wanderabteilung geht auf Reisen, und Cilly und ich sind aus familiären Gründen nicht dabei. Schon als im letzen Jahr der Gedanke angedacht wurde, wir könnten doch mal mit dem Glacier / Bernina Express auf Touren gehen, habe ich mich auf dieses Foto-Event gefreut. OK man kann nicht alles haben. Doch durch die mir zu gelieferten Fotos, und dem Tagebuchbericht von Manfred, bin ich jetzt voll auf der Höhe des Geschehens.

Es ist mir sehr schwer gefallen aus den Bilddokumenten die Passenden herauszusuchen, der Bericht wird eh wieder viel zu lang. Also fange ich an. Zur Info, das Tagebuch von Manfred setze ich in immer in Schrägschrift. Ab und zu ist auch ein Kommentar von mir dabei. Michael

Die Ersten von 50 Reiselustigen stehen schon um 6.30 h am IGS Parkplatz bereit. Günter Mohr ist mit seinem Starliner da und verlädt die Koffer. Munteres Begrüßen untereinander. 7.00 h Abfahrt. Die Route führt über Alzey auf die A5 Richtung Karlsruhe/Basel.

Beim ersten Stopp auf dem Rasthof Baden-Baden gibt es Frühstück nach Meenzer Art (Fleischwurst Hirte Seppl, Brötchen Nolda, Sekt und Bit hatte Kurt geordert.) Kaffee wurde wie immer von Günter angeboten. Auf der Weiterfahrt, musste der Bus kurz darauf nochmals anhalten, denn Kurt hatte vergessen die Gläschen für das „Nachspülen“ mit in den Innenraum zunehmen. Zum Glück waren viele Spendenbottles eingetroffen. (Aber kein Eierlikör für…?)

11.15 h. 2. Halt am Rasthof. Einige Raucher standen zufrieden zwischen der Meute. Gisela Heigert hatte dankenswerterweise Sekt und Bier anlässlich ihres runden Geburtstages mitgebracht. Ein Ständchen folgte für das Geburtstagskind. 11.40 h. Weiterfahrt, kurz danach passierten wir den Grenzübergang Weil am Rhein. Sonnig und teilweise bewölkt ging es nun Richtung Aarau bis Zürich durch das Aaretal. Der Fluss dient größtenteils der Stromgewinnung.

Das Wetter war sonnig und die Stimmung im Bus prima.

Ankunft in Zürich. Die Stadt wird beschrieben als das wichtigste wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum in der Schweiz mit 385 000 Einwohner und mit einer hohen Lebensqualität sowie teuren Lebenshaltungskosten (Currywurst 7,50 Euro). Die größten Arbeitgeber sind Banken s.u. und Versicherungen. 2 Stunden blieben uns zum Umschauen.

Persönliche Anmerkung von Scholly. Wäre ich dabei gewesen, hätte ich meine Millionen auf dieser Schweizer Bank in Zürich deponiert. So bleiben die Goldbarren in unserem Keller.

Und was ist mit Ausländern? Und gilt das nur für Junge, oder auch für Alte? Und wie wird entsorgt, bzw. recycelt? Fragen über Fragen.

15.00 h Abfahrt entlang des Zürichsee in Richtung Wädenswill. Von dort aus waren nun die Schweizer Berge zu sehen. Es ging vorbei an schön gelegenen Häusern am Wasser, vereinzelten Bauernhäusern und durch Tunnels. Und sogar Weinberge gibt es zu bestaunen.

Durch den Kanton Sargans erreichen wir das „Heidiland“ Bekannt durch die Heidi Filme erreichten wir Maienfeld, wo ein Museum auf die Berühmtheiten aufmerksam macht. (Johanna Spyri geb. 12.06.1827 – gestorben 07.07.1901) Im Bus wurde natürlich gesanglich der Umgebung ein würdiger Rahmen gegeben. 16.45 h An Bad Ragaz vorbei stoppten wir an der Raststätte Heidiland und wurden nun in Graubünden willkommen geheißen.

Rechts im Bild die Solisbrücke. Sie ist nicht besonders hoch, dafür ist das Tal besonders tief.

Es ist nun nicht mehr weit bis Tiefencastel, Günter gibt Infos zum Hotel, Besitzer und den Ort

Das Ziel ist erreicht. 17.30 h Ankunft im Hotel mit anschließender Zimmervergabe.

1. Inspektion der Hotelumgebung, oder ist es ein Gemüseladen. Von wegen der „Werschings“

Eine neue DJK-Disziplin, genannt „Schlaftrunk am Bus“. So umgeht man die hohen Preise.

Fazit: Schöne Fahrt, keinen Stau, viel Unterhaltung im Bus, Zimmer sind schön, direkt am Hotel der Albula (Fluss mit ca. 40 km Länge), der mit dem Hinterrhein zum Rhein fließt) und uns Tag und Nacht ins Rauschen versetzte. Super Tag.

2011-06-11 Samstag

6.45 h Frühstück, das Buffet war recht ordentlich aufgelegt. Es gab frische Brötchen (Roggen und Weizen) Croissants, Hörnchen, Brot, Butter, verschiedene Marmeladen, Käse und Wurst im Aufschnitt, Joghurt, Quark, Müsli und Säfte. Frischer, heißer Kaffee und Milch stand auf dem Tisch. Das Wetter war noch trocken, doch der Himmel war bewölkt.

7.45 h Busabfahrt am Hotel nach Chur, dort war die Zugfahrt für 8.56 h geplant. Am Bahnhof verließen wir den Bus und Günter brachte uns zum richtigen Gleis.

Nach Auskunft des freundlichen Schweizer Bahnbediensteten wurden noch drei Wagen für Reisegruppen angehängt. Einer davon war für uns. Schnell fand jeder seinen Platz und es konnte losgehen. Der Zugverlauf ging von Chur nach Andermatt.

Noch war das Wetter einigermaßen, und damit auch noch eine recht gute Sicht.

Die Tunneldurchfahrten reizten Karin C. zu dieser interessanten Aufnahme.

Am Oberalppass angekommen wurde das Wetter schlechter. Teilweise im Nebel verfolgten wir die Landschaft auf den Spuren des Glacier Express.

In Andermatt, wurde die heutige Mittagspause eingelegt.

St. Peter und Paul in Andermatt

Faun der Hirtengott, ein beliebtes Motiv

13.00 h Der Bus nahm nun die Truppe wieder auf. Kurzer Stopp noch auf der Teufelsbrücke

Im Nobis-Bus ist man heute doch wesentlich komfortabler unterwegs.

… und in Serpentinen ging es zum Wendemanöver (Günter hat sein Gefährt im Griff). In der herrlichen Bergwelt bestaunten wir Sehenswürdigkeiten aus dem Luxusliner heraus.

Das nächste Highlight steht an, der Mohr hat seine Schuldigkeit noch nicht getan.

Viamala oder Via Mala (rätoromanisch, «schlechter Weg») bezeichnet einen früher berüchtigten Wegabschnitt entlang des Hinterrheins zwischen Thusis und Zillis-Reichen im Schweizer Kanton Graubünden. Die tief eingegrabene Schlucht bildet das schwierigste Hindernis im Verlauf der unteren Strasse von Chur zu den Alpenpässen und San Bernardino. 41 Personen folgten Kurt hinab in die Schlucht. Schon beeindruckend, wie der Verlauf des Wassers die Schlucht geprägt hat.

17.00 Rückfahrt zum Hotel. Alle waren wieder an Bord, keiner ist in der Schlucht verloren gegangen. Was geblieben ist, sind die Eindrücke und die Erzählungen aus der Filmwelt zur Via Mala.

17.45 h Ankunft im Hotel. 18.30 h Abendessen, Salatbüfett, Gemüsesuppe, Geschnetzeltes Curry-Fleisch, Reis und Eis mit Rahm. 21.00 h Schlaftrunk am Bus.

Fazit: Glacier Express, das Wetter hätte besser sein können. Rückfahrt mit Fotostopps, Teufelsbrücke, Wendemanöver und Via Mala entschädigten dafür.

2011-06-12 Sonntag

Was steht heute auf dem Programm, mit den Fingern wird die Strecke schon mal erkundet.

Unter Anderem wird heute dieser Anblick den Zugreisenden geboten. Das Bild ist geklaut!!

7.00 h Heute konnten die ersten Frühaufsteher um 7.00 Uhr das Frühstück einnehmen. Langsam füllte sich der Speisesaal und der gestrige Tag war Thema der Nachbetrachtung an den verschiedenen Tischen. Heute hieß das Ziel mit dem Bernina Express zur Ospizio Bernina auf 2253 m ü. M. Zum Bahnhof sind es vom Hotel nur wenige Gehminuten.

Um 9.16 h sollte der Zug ankommen in dem wieder ein Extrawaggon für unsere Reisegruppe angehängt war. Mit ein paar Minuten Verspätung ging es nun los. „Wagen Nr. 8 für Nobis Reisegruppe“ wurde uns von außen digital angezeigt. Jeder suchte sich seinen Platz und von nun an ging es stets bergauf in die Schweizer Bergwelt.

Über Filisur (1080 m ü. M.) und Bergün (1372 m ü. M) hatten wir einen kurzen Aufenthalt an der Ospizio Bernina auf einer Höhe von 2 253 m ü. M.

Der Bergsee liegt unterhalb der beiden gewaltigen Bergriesen Piz Bernina 4048 m ü.M. und Piz Palü 3905 ü.M. Das Wetter war traumhaft schön. Die Sonne ließ die Gletscher in einem wunderbaren weißen Gewand auf uns wirken. Nach dem einige unserer Truppe ihre Rauchzeichen wieder auf dem Bahnsteig in die unberührte Natur aufsteigen ließen, setzte sich der Bernina Express wieder in Bewegung.

Das Gruppenfoto wurde an der Ospizio Bernina geschossen. Diese Idee hatten auch noch andere Reisegruppen. Natürlich sahen unsere Leute am Besten aus.

Nun ging es über Alp Grüm 2091 m ü. M. nach Poschiavo. Langsam fuhren wir, ständig gehen die Blicke rechts und links hinaus aus dem Panoramawagen, unserem Ziel entgegen.

12.00 h Ankunft in Poschiavo. Günter hatte uns für die Mittagszeit Würstchen und Kaffee versprochen. Die Essenzeit war um 12.30 h angesetzt.

Zeit genug um uns den italienisch geprägten Ort kurz anzuschauen. Im Zentrum waren wir Zuschauer eines Zieleinlaufes des Bergmarathons

Der Duft von Polenta, früher ein arme Leute Essen (Maisgrieß, etwas gewöhnungsbedürftig für Mainzer Mägen) und Käse umrahmten die Düfte am Markplatz.

Nun ging es zurück zur Bordküche wo die versammelte Mannschaft die zubereiteten Würstchen verspeisten. Kaffeeduft und ein Gläschen zum Verdauen verkürzten die Mittagspause.

13.20 h Abfahrt nach St. Moritz. Über das Tal Valposchiavo hatten wir nun die Möglichkeit aus dem Bus heraus alles noch mal zusehen.

Ankunft in St,. Moritz. Es gab drei Möglichkeiten in das Zentrum von St. Moritz zu gelangen. Zu Fuß den Berg hinauf, mit dem Aufzug oder mit der Rolltreppe. Mitten ins Herz der Einkaufsmöglichkeiten der High Society. Bei den Preisen in den Auslagen rieb sich manch einer verwundert die Augen. Hoffentlich übernehmen sie diese nicht bei der Neugestaltung der Ludwigsstrasse in Mainz. Ja, Rolltreppen fahren ist halt teuer.

Oben angekommen streiften wir die Gassen von St. Moritz und nahmen einen Blick auf den wunderschönen St. Moritzsee.

Am Mamorera Stausee (2,6 km Länge und 65 m Tiefe, erbaut 1954) hatten wir noch eine zwanzigminütige Kaffeepause und entlang des See `s gelangten wir um 17.30 h am Hotel Albula an.

18.30 h Heute gab es zum Abendessen, Russische Eier garniert, Spargelcremesuppe, Kalbsbraten, Bohnengemüse, Kartoffelgratin und Pfirsich Melba. Der Hotelchef hatte schon einen Blick dafür, wer einen Nachschlag vertragen konnte. Genüsslich ging er von Tisch zu Tisch und legte dem einen und anderen noch etwas von dem köstlichen Speisen nach.

Montag, den 13.06.2011

7.00 h Frühstück am letzten Tag unserer Schweizfahrt. Der Himmel weinte. Wahrscheinlich liegt es daran, dass der Albula nun auf die nette Mainzer Reisegruppe verzichten muss. Auch deshalb weil er so gerne abends die lustigen Witze von unserem Manfred Schäfer mithörte, nach dem Motto „ Einer geht noch “

Vor der Abfahrt bedanke sich Herr Schnueller (Hotelier) im Bus bei uns und wünschte uns eine gute Heimfahrt und ein baldiges Wiedersehen.

Vom Tag der Heimreise gibt es keine verwertbaren Bilder, anscheinend waren alle so traurig, dass keiner recht Lust hatte den Auslöser zu betätigen. So bleibt nur das Schlusswort

Fazit: Eine unvergessene Städtereise 2011 die uns in die wunderschöne Schweiz führte. Tolles Hotel mit einer angenehmen Atmosphäre, trotz dem Rauschen des Albula. Günter unser Fahrer, informierte uns umfassend, auch wenn er gerne den Fluss Albula nach Mainz benennen wollte, wie klingt denn das „ Mainz, an der Albula“. Überragend sein Fahrstil, gekonnt ruhig bewegte er seinen Starliner durch die Serpentinen, auch wenn es mal eng wurde, die Krönung war das Drehen an der Teufelsschlucht. Danke, möchte ich den Spendern der diversen Flaschen sagen, dem Frank für die geschossenen Bilder, dazu gehörten noch Ernst, Horst, Hans, Ute und Karin als Fotografen. Dank an Ute für die Musik im Bus, und an Kurt der sich um Speis und Trank gekümmert hat.

Zum Schluss möchte ich dem Unternehmen Nobis in Person von Herrn Müller danke sagen, der mit mir die Fahrt organisatorisch gestaltete. Ich freue mich auf die nächste Städtereise und was kann ein schöneres Kompliment sein, als ein vollbesetzter Bus mit zufriedenen Mitfahrern, die sich schon nach dem nächsten Reiseziel erkundigen, bevor wir wieder in Mainz waren.

Manfred Crezelius

Noch ein Nachsatz vom Ghostwriter Scholly. Ich habe versucht aus über 2800 Bildern und dem ausgiebigen Tagebuch von Manfred einen Bericht zu erstellen. Technische Fehler bei der Zuordnung vom Text zu den Fotos bitte ich mir nachzusehen. Die Auswahl von Texten und Bilder ist subjektiv. Sorry. Außerdem noch der Hinweis, ich habe aus den oben angesprochenen Bilder eine Auswahl von etwa 400 Fotos zusammengestellt. Falls jemand Interesse an einer CD hat, sollte SIE / ER das mir, oder einem anderen Vorstandsmitglied der S&W mitteilen.