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1. Wanderung 2016 "Römisches Mainz"

Rekord-Rekord-Rekord

20. März 2016

Erste Wanderung 2016. Leider ist der Himmel bewölkt, was sich auch den ganzen Tag nicht ändert. Am Treffpunkt die unglaubliche Anzahl von 34 Leuten die mit auf die Römertour durch die Stadt gehen wollen. Das erste Ziel ist das Römertor auf dem Kästrich.

Peter ist gut vorbereitet und gibt die nötigen Erklärungen. Erst 1985 wurden die Reste des spätantiken Stadttores aus dem vierten Jahrhundert gefunden.

Über die Eisgrub kommen wir zur Zitadelle. Hier finden sich die Reste des Kaltwasserbeckens und der Drususstein. Am 21. Mai ist geplant wieder hierher zu kommen, um dann das Mainzer Stadt- und auch das Garnisons-Museum zu besuchen. Bitte anmelden. Nach einem schönen Blick von der Zitadellen-Terrasse auf die Stadt geht es vorüber am „Römischen Theater“ Richtung Weisenau. 

Auf dem Weg zur dortigen Gräberstraße kommen wir am Theresianum an einem kleinen Stück römischer Grabkultur vorüber. Die beiden noch sichtbaren steinernen Einfriedungen waren Teil eines größeren Brandgräberfeldes. Wie oft ist man da schon achtlos vorüber gegangen?

Über den Volkspark, hier der Eingang zum „Fort Weisenau“, verläuft die Tour zur Abtsgasse. Die Sarkophage dort liegen so unscheinbar am Straßenrand, dass sie auch gerne übersehen werden.

Über den ehemaligen Südbahnhof zur Mittagspause und dem Museum für antike Schifffahrt. Besichtigung des Museums, Subway und Bäckerei Werner sind hier die Stationen. Einige nutzen den lohnenswerten Besuch ins Museum nicht, vielleicht waren sie ja schon früher einmal hier. Vom Bäcker Werner am Graben, von den meisten genutzt zur Mittagspause, geht es kurz nach 14:00 Uhr weiter durch die Altstadt zum Ballplatz.

Der vom Pulverturm bei der Explosion von 1857 herunter geflogenem Stein wurde bewundert. Mit den Römern hatte das nichts zu tun. Im überdachten Durchgang geht es wieder römisch weiter, vorbei an den Mithras Weihealtären. Den Kult brachten die Legionäre im zweiten Jahrhundert nach Mainz.

In etwa 4 Metern Tiefe fand man den Meilenstein beim Bau des Kleinen Hauses. Er stand einst im Zentrum des römischen Mainz. Von hier wurden die Entfernungen zu den nächsten Orten gezählt. Abseits der Römertour möchte Peter der Gruppe auf dem Markt noch etwas zeigen. Zum einen die Kanonenkugeln von 1773 in der Wand des Hauses Nr. 35, den kleinen Engel (Finger im Bobbes) an der Decke im Durchgang des Hauses „Zum Römischen Kaiser“ und ein Stück weiter den 3 m hohen Eisenmann.

Die meisten der Mitwanderer kannten diese Mainzer Kuriositäten nicht.

Wir laufen nun an der Ausgrabungsstätte der Römerschiffe vorbei. Die Nachbildung eines antiken Schiffes liegt hier. Da wir spät in der Zeit sind, werden die sowieso nicht vorhandene Jupitersäule, und der Davidiusbogen rechts liegen gelassen. 

Wir steuern direkt auf die römische Badekultur am Proviantamt zu. Die Reste des Hypokaustums zeigen wie die Fußboden Heizung damals funktionierte. Der Schoppestecher bewacht das Ganze. Ein Bild der Fußbodenheizung ist im Vorschau Bericht zu sehen. 

Jetzt geht es, über die im Straßenboden eingelassenen Namen ehemaliger Kabarettisten zur Alicenbrücke und hinauf in Richtung Uni-Klinik. Weiter zur Unteren Zahlbacher Straße und wieder hinauf zu den Römersteinen. Hier ist der letzte Punkt der Römertour erreicht.

Einen schönen Abschluss fand die Rekord-Wandertour im Bretzenheimer Schwalbennest. Da wurden die abgewanderten Kalorien wieder kräftig aufgefüllt. Gelaufen wurde übrigens ca. 15 km.