mobile

Am 21. Mai 2016 besuchte die Ski- und Wanderabteilung der DJK die beiden Museen in der Mainzer Zitadelle. 

Immerhin 20 Interessierte aus der Abteilung betraten zuerst das “Stadthistorische“. Wir waren zu Führung angemeldet um die Sonderausstellung "Es ist bald wieder gut...? Mainz 1945-1962" zur Mainzer Nachkriegsgeschichte zu besichtigen.

Die Sammlung widmet sich den Themenblöcken 'Kriegsende', 'Kultur in den Ruinen', 'Wiederaufbau - Aber wie?' sowie 'Die Fünfziger Jahre'. Sehr ausführlich wurde uns die verschieden Themen nahe gebracht. 

Viele Teilnehmer begaben sich in der Ausstellung auf eine Zeitreise in die eigene Jugend. Im Capitol Kino haben wir damals die Western mit “Fuzzy“ oder später “Zorro“ gesehen.

An den Kühlschrank mit Eisstangen zur Kühlung und an die blaue Waschtrommel erinnere ich mich noch gut. Und an den Küchenherd, mit dem Schiffchen für das heiße Wasser, sowieso.

Hier sind wir schon in den sechziger Jahren. Fernseher und Stehlampe gehörten schon zur Ausstattung unseres gerade beginnenden Ehelebens. 

Um 16:00 Uhr ging es dann in das Garnisonsmuseum. Pünktlich, wie das bei dem Militär so ist, begrüßte uns Herr Balzer mit erstaunlichen Informationen. 

So zum Beispiel über ein prominentes Mitglied des 1. Nassauischen Feldartillerie Regiments. Ein Mann namens Carl Zuckmayer, der seine Erlebnisse im “Hauptmann von Köpenick“ verarbeitete, ist wohl den meisten bekannt. 

Man sieht die Begeisterung von Herrn Balzer wie er den Zuhörern die Themen nahe bringt. Und man sieht das große Interesse des Publikums. 

Hier die Uniformjacke von Herrn Balzer. Ich habe mir die Bandschnalle auf der Uniform erklären lassen. Zum Bsp. die vom “Nimwegen Marsch“. 4 Tagesetappen hintereinander a 50 km. Die anderen Auszeichnungen habe ich nicht so Recht behalten. 

Ganz egal ob amerikanische, französische oder deutsche Uniformen, Utschebebbes und viele andere Dinge rund ums Militär, hier im Garnisonsmuseum gibt es erstaunliches zu sehen. Ein lohnenswerter Besuch den ich nur empfehlen kann.

Gemeinsam ging es dann in das Zitadellen Café. Angenehm die persönliche Begrüßung durch den Küchenchef. Doch die Enttäuschung folgte auf dem Fuß. Der bestellte Mainzer Handkäs, genannt Narrhallamärschje, für 3.80 € war eine Unverschämtheit. Eine einzige Rolle aus dem üblichen 4 rer Pack lag auf dem Teller. Doch das konnte den Gesamteindruck des Nachmittages nicht trüben.